Welche Wirkstoffe Tee beinhaltet – und welchen Einfluß diese Stoffe auf den Körper haben, erklären wir Dir hier in unserem Artikel

Alles das, was wir unserem Körper zuführen, hat auch einen Einfluss auf diesen. Tee ist nicht nur ein Getränk, vielmehr kann er uns zu einem besseren Wohlbefinden verhelfen oder auch heilen. So wirken bestimmte Wirkstoffe im Tee entkrampfend, beruhigend, seelisch ausgleichend. Andere Wirkstoffe im Tee nehmen direkten Einfluss auf das menschliche Verdauungssystem und helfen bei derartigen Störungen.

So haben Tees einen leichten Einfluss auf den Körper, andere wiederum haben einen therapeutischen, heilenden Effekt.

 

Unterschieden wird Tee daher immer in das Getränk, welches wir regelmäßig zu uns nehmen, um uns zu entspannen, aufzumuntern, oder einfach nur des guten Geschmacks wegen, und in Kräutertee, der eine heilende Wirkung mit sich bringt. Letzterer wird deshalb bei bestehenden Beschwerden getrunken, als Kur oder in akuten Zuständen.

Gerade Frauen profitieren von unterschiedlichen Heiltees, weil diese auf den weiblichen Hormonhaushalt eine ausgleichende Wirkung haben oder die Geschlechtsorgane entkrampfen.

 

Allgemeine Wirkstoffe im Tee, die für den Menschen relevant sind

 

  • Aluminium:

Auch wenn diese natürliche Verbindung gerade in den letzten Jahren sehr umstritten ist erweist sich eine minimale Aufnahme pro Tag als unbedenklich. So enthalten Grüner und Schwarzer Tee hohe Mengen dieses Minerals, jedoch ist die Resorptionsquote so gering, dass eine Vergiftung ausgeschlossen werden kann. Durch den Anteil an Aluminiumverbindungen als Wirkstoff im Tee kann dieser die Magensäure puffern, was sich als wirksam gegen Sodbrennen erweist.

 

  • Aminosäuren:

Aminosäuren sind als Bestandteile aller Proteine für den Menschen lebenswichtig. Proteine sind in allen Organen vorhanden und regeln den Stoffwechsel. Ohne sie wäre kein Leben möglich.

Eiweiße, die alle Prozesse im menschlichen Körper regulieren und beeinflussen sind Grundlagen für das Immunsystem, den Muskelaufbau und die Fortpflanzung.

Im Tee vorkommende Aminosäuren haben zudem einen entscheidenden Einfluss auf den Geschmack. Vorrangig ist hier das Theanin zu nennen. Der Anteil dieses Stoffes im Tee lässt sich während der Wachstumsphase der Teepflanzen beliebig erhöhen.

 

  • Ätherische Öle:

Diese Wirkstoffe im Tee sind die nützlichsten Bestandteile des Getränks. Sie bestimmen zu großen Teilen den Geruch und den Geschmack der jeweiligen Teesorte.

Außerdem haben sie einen entscheidenden Einfluss den menschlichen Körper. Nicht nur Grün – und Schwarztee enthalten viele ätherische Öle, die den intensiven Geschmack erzeugen. Bei  Heiltees haben diese Öle ihre vielschichtige therapeutische Wirkung. Diese gleichen den Organismus und die Psyche des Menschen aus, bringen die Verdauung in Schwung, wirken Krämpfen entgegen. Ebenso wirken bestimmte Ätherische Öle blutreinigend oder antibakteriell, was Bakterien minimiert oder abtötet.

Aufgrund dieser Eigenschaft können Tees sehr gut gegen Entzündungen, sowohl innerlich, als auch äußerlich Anwendung finden.

  • Eisen:

Eisen spielt im menschlichen Körper eine wichtige Rolle bei der Blutbildung und der Bindung des Sauerstoffs aus der Luft. Somit verhilft dieser Wirkstoff im Tee zu einer guten Durchblutung und Vitalität von Körper und Geist.

 

  • Flavonoide:

Der Name ist durch die Bezeichnung des Grundgerüst der Flavonoide Flavan entstanden. Diese Wirkstoffe im Tee kommen in sehr unterschiedlicher Form vor. Sie entstehen durch Biosynthese und stellen den individuellen Blütenfarbstoff dar. Flavonoide können oxidativem Stress im menschlichen Körper entgegenwirken. Das hat einen verlangsamten Alterungsprozess, sowie ein intaktes Immunsystem zur Folge. Auch in allen Früchten kommen Flavonoide vor, die besonders konzentriert in der Schale von Obst zu finden sind.

Flavonoide können zudem das Herz – Kreislauf – System positiv beeinflussen und den Cholesterinspiegel regulieren.

 

  • Fluor:

Dieses Mineral ist bekannt im Zusammenhang mit der Zahngesundheit. Doch dieser Wirkstoff im Tee hat noch mehr positive Eigenschaften, die dem menschlichen Körper zugutekommen. Fluor ist auch in der Lage das Wachstum von Bakterien zu minimieren, was bei den Krankheitserregern eine wünschenswerte Eigenschaft ist. Zudem verhilft das Mineral zu einer besseren und vollständigen Wundheilung.

Im Fall des Fluorids ist jedoch auf eine Überdosierung zu achten. Diese hätte eine massive Calciumeinlagerung zu Folge und könnte zu einer massiven Verknöcherung der Knochen führen.

Grüner Tee ist das Lebensmittel mit dem höchsten Gehalt an Fluor. Bei einem normalen Genuss, über den Tag verteilt, ist jedoch mit keiner negativen Wirkung zu rechnen.

 

  • Gerbstoffe:

Dieser Begriff bezeichnet viele unterschiedliche Verbindungen. Generell besitzen alle Gerbstoffe einen bitteren Geschmack, der typisch für Grün – und Schwarztee ist. Auch viele Kräutertees beinhalten die sogenannten Bitterstoffe, die für den menschlichen Körper eine wichtige Funktion einnehmen. Bitterstoffe regen den Speichelfluss, sowie die Magensaft- und Gallesekretion an. Dies wirkt sich unterstützend auf die Verdauung aus.

 

Auch äußerlich angewandt haben die Gerbstoffe einen wichtigen Nutzen. Durch ihre Eigenschaft des Zusammenziehens und Austrocknen von menschlichem Gewebe helfen sie Hauterkrankungen zu lindern, die Wundheilung zu fördern und Bakterien zu eliminieren. Bei Eiterungen, wie Akne oder Furunkel kommen die Gerbstoffe im Tee deshalb häufig als Hausmittel zum Einsatz.

 

Beim Aufbrühen des Tees mit kochendem Wasser werden die Gerbstoffe vollständig in dem Wasser gelöst. Sie werden dann durch eine transparente Schicht sichtbar, die sich auf der Oberfläche des Tees abzeichnet. Die Schicht der Gerbstoffe als Wirkstoff im Tee verursacht im Geschirr dunkle Rückstände, die Patina. Wenn Du die Kanne nur ausspülst und nicht mit Spülmittel reinigst, dann intensiviert die Patina den Geschmack der künftigen Teeaufgüsse.

TIPP: Benutze für Grün – und Schwarztee immer die gleiche Kanne und reinige diese nicht im Geschirrspüler, damit die Patina nicht entfernt wird.  Nutze, der Optik wegen, dafür keine Glaskannen, sondern verwende lieber Porzellan, Ton oder Keramik. Teegenießer schwören aus Teegeschirr aus Gusseisen.

 

  • Kalium:

Dieser Mineralstoff ist ein wichtiger Baustein im Wasserhaushalt des Körpers. Es reguliert die Ausschüttung wichtiger Hormone, steuert das Zellwachstum und reguliert den Säure – Basen – Haushalt. Bei Letzterem nimmt Kalium eine Puffer – Funktion ein. So dient es auch der Entgiftung des Organismus, indem es körperfremde Stoffe aus diesem heraus leitet.

 

Als kurzfristige Wirkung ist die Förderung der Zusammenarbeit der Synapsen, der Dock-stellen der Nerven, zu nennen. Des halb gilt Kalium als Wirkstoff im Tee auch als Nervennahrung. Es wirkt sich positiv auf die die Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff aus und fördert somit die Konzentration und geistige Stärke.

 

  • Karotin/ Provitamin A:

Karotin ist ein sehr vielschichtiges Provitamin. Es wird in den Fettzellen des Körpers gespeichert und von der Leber in reines Vitamin A umgewandelt. Wie der Name schon vermuten lässt kommt es in einer hohen Dosis in Karotten vor, was ihnen die rote Farbe verleiht. Vitamin A dient dem menschlichen Körper als Antioxidans. Dies kann äußere Einflüsse, wie Umweltgifte, neutralisieren und sie so unschädlich machen. Auch deshalb werden Antioxidantien häufig als „Verjüngungsmittel“ empfohlen, weil der oxidative Stress aus der Umwelt den Alterungsprozess beschleunigen kann. Dem wirkt das Karotin als Wirkstoff im Tee entgegen.

 

 

  • Koffein:

Dieser „Muntermacher“, bekannt aus dem Kaffee, kommt auch im Tee vor. Zu finden ist das Tein, wie es bei Teegetränken genannt wird, im Schwarzen Tee und im Grüntee. Die Wirkung ist jedoch anders, und verläuft langsamer, als bei dem Genuss von Kaffee. Dafür hält die aufmunternde Wirkung hier auch länger an. Das liegt in erster Linie daran, dass Koffein als Wirkstoff im Tee in einer gebundenen Form auftritt. Somit wird es langsamer vom Organismus aufgenommen und in nur allmählich an den Kreislauf abgegeben. Auf diese Weise ist Tee für Menschen mit Magenproblemen, auch bekömmlicher als Kaffee.

Die Wirkung des Tein hängt erheblich von der Ziehzeit des Tees ab.

 

  • Magnesium:

Dieses Mineral hat einen entscheidenden Einfluss auf die menschliche Muskulatur und die psychische Verfassung. In besonders anstrengenden Situationen und Stress verbraucht der Körper viel Magnesium. So kommt in Zeiten eines mangels zu Schlafstörungen und innerer Unruhe. Auch sehr bezeichnend sind Krämpfe der Muskulatur, die auf einen Engpass in der Magnesiumversorgung hinweisen. Die Einnahme von Magnesium behebt diese Erscheinungen, weshalb es auch als „Entspannungsmineral“ bezeichnet wird. Ebenfalls wichtig ist dieser Wirkstoff im Tee für die Knochengesundheit.

 

  • Mangan:

Der Wirkstoff im Tee ist für wichtige körperliche Funktionen unerlässlich. So ist Mangan maßgeblich am Knochenaufbau beteiligt. Sollte ein Mangel vorliegen, so kann recht schnell eine Osteoporose, die abnehmende Knochendichte, ausgeprägt werden. Auch das Immunsystem profitiert immens von einem ausgeglichenen Manganhaushalt im menschlichen Körper.

 

  • Saponine:

Diese Stoffgruppe kann im Magen – Darm – Trakt die Nahrungsfette binden, die dann mit ausgeschieden werden. So haben Saponine einen entscheidenden Einfluss auf den Fettstoffwechsel des Menschen und können hilfreich bei der Senkung der Cholesterinwerte sein.

Zudem haben sie eine natürliche Wirkung gegen Pilze. So stärken sie den Körper gegen Pilzbefall und sind in unterschiedlichen Mitteln gegen Nagel – und Hautpilz zu finden.

 

  • Tannin:

Dieser Wirkstoff im Tee sorgt dafür, dass Koffein, also das Tein, langsam und kontinuierlich vom Kreislauf aufgenommen wird, und so allmählich seine Wirkung entfaltet. Darüber hinaus mildert diese Gerbsäure Magen – Darm – Beschwerden, weil sie eine Pufferwirkung besitzt.

 

  • Vitamine:

Im Tee sind unterschiedliche Vitamine zu finden. Das Vitamin A hat die Funktion sogenannte Freie Radikale zu neutralisieren, die die Zellalterung beschleunigen können.

Das im Tee befindliche Vitamin C ist wichtig für das menschliche Immunsystem und hat eine Bedeutung bei der Abwehr von Krankheitserregern.

Die Gruppe der B – Vitamine ist für die Funktion der Nerven des Menschen unabdingbar, weshalb sie eine große Rolle bei der psychischen Ausgeglichenheit spielen.

 

  • Zink:

Dieser Stoff trägt zur reibungslosen Funktion des menschlichen Immunsystems bei. Gerade für schwangere Frauen ist Zink besonders wichtig, weil deren Immunsystem doppelte Arbeit zu leisten hat, damit das Kind sich gut entwickelt und gesund zur Welt kommt.

 

Spezielle Wirkstoffe im Tee:

 

  • Catechin – EGCG:

Diesem Wirkstoff im Tee verdankt der Grüne Tee einen besonderen Nutzen und therapeutischen Einsatz. Denn nur in diesem kommt dieser Stoff, aus der Gruppe der Gerbstoffe, einzigartig vor. Das Epigalloncatechingallat (EGCG) beschäftigt die Wissenschaftler schon seit Jahren, mir einen durchschlagenden Erfolg.

 

So wurden unterschiedliche positive Wirkungen auf den menschlichen Organismus nachgewiesen:

> Wirkung gegen Karies und Erkrankungen im Mund – und Rachenraum, Abtötung der Gram – positiven, so wie der Gram – negativen Bakterien, die Erkrankungen des Zahnfleisches auslösen

 >durch die Hemmung des Magenschleimhautentzündung – hervorrufenden Erregers Helicobacterpylori gilt der Wirkstoff im Tee EGCG als Vorbeugung gegen Magen – Darm – Krebs – Erkrankungen

>bei bestehenden Tumorerkrankungen an Lunge, Magen, Darm und Leber hemmt EGCG die Metastasenbildung

>EGCG beugt Thrombosen (Blutgerinnseln in den Gefäßen) vor, dient so der Herz – Kreislauf – Gesundheit, beugt somit Herzinfarkten und Schlaganfällen vor

>EGCG hat einen negativen Einfluss auf Viren, so hilft dieser Stoff Effektiv Viruserkrankungen, auch den HI Virus, zu beherrschen

>hilft Diabetikern bei der Regulierung ihres Blutzuckerspiegels

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Teeheld